Babylon Berlin – zu Asche, zu Staub

Babylon Berlin –  mit einem Budget von knapp 40 Millionen Euro die bislang teuerste deutsche Fernsehproduktion und teuerste nicht-englischsprachige Serie. Soviel zu den ‚äußeren Daten‘. Soviel zu den ‚Fakten‘. Die Serie selbst habe ich bei der Ausstrahlung nicht geschaut. 16 Teile – aufgezeichnet. Für die Feiertage über Weihnachten, Neujahr und Heilige Drei Könige.

Aber jetzt habe ich die Titelmelodie nur ein einziges mal gehört, das Video auf YouTube nur ein einziges mal gesehen. Und ich bin hin und weg. Bin beeindruckt. Bin bewegt. Genial!!! Und zu allem Überfluss: Eine wunderbare, eine mitreißende Stimme.

Berlin Ende der am Ende der 1920er Jahre. Eine für mich völlig unbekannte Zeit. Die Schrecken des ersten Weltkriegs gerade vergessen. Oder verdrängt? Das dritte Reich, wochenlang im Geschichtsunterricht des Gymnasiums durchgekaut, noch nicht begonnen. Von den frühen Hitlerreden bis hin zum gesprengten Hakenkreuz auf der Haupttribüne des Zeppelinfeldes und der russischen Flagge auf dem Reichstag. Ich kann es nicht beurteilen. Ich war nicht dabei. Für mich ist das alles so weit weg.

Ich habe aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nur die Bilder von Krieg und Vernichtung im Kopf. Sei es die Schützengräben und den Stellungskrieg der Westfront oder das Grauen von Auschwitz und Stalingrad. 13 Jahre (ok, bei mir 14 Jahre) Schulbildung.

Aber diese Zeit zwischen den Kriegen? Diese Zeit voll Hunger nach Leben. Träume von einer anderen, von einer besseren Zeit? … Ich kann es nicht begreifen … Kann nicht nachvollziehen, was in den Menschen vorgeht. Kann nur schauen. Gar nicht so viel anders wie meine eigene Jugend. Vielleicht bewegt es mich deswegen so sehr … ?!?

Der Trailer zur ersten Staffel hier nur noch der Vollständigkeit halber:

Ebenso wie der Link zum Wikipedia-Artikel.

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