Nasendusche – igitt?

Nasendusche? Wer kommt denn auf sowas?
Quelle: eigenes Bild

Schon mal die Nase geduscht? Nein! Natürlich nicht. Wer kommt bloß auf so blöde Ideen? Das ist doch ekelig. Soweit meine bisherige Meinung. Warum ich nun trotzdem einen Selbstversuch wage, erfahrt Ihr hier.

Winterzeit, Erkältungszeit. So einfach ist das in der Regel. Nicht so bei mir. Ich bekomme keine normale Erkältung und auch keine richtige Grippe (was ja durchaus ein Unterschied ist). Ich huste nicht, ich schnupfe nicht. Und auch Kopf- und Gliederschmerzen suchen mich nicht heim.

Nein! Mir bleibt ganz einfach nur die Stimme weg. Und ich bekomme keinen richtigen Ton mehr raus. Meine Freundin findet das manchmal ganz gut. Mein Chef weniger. Ich bin hauptberuflich Projektleiter. Da muss ich in erster Linie reden. Oder gar ganztägige Workshops leiten. Und der Versuch länger zu reden führt dann über kurz oder lang zu einem gekünstelten krampfhaften Husten. Mein Kinderarzt meinte schon vor einer gefühlten Ewigkeit: „Da kommt die Krampfhenne mit dem Krampfhusten“. So wurde mir das wenigstens erzählt. Ich selber kann mich nicht genau erinnern. Aber das ist eine andere Geschichte.

Heute meint mein Arzt, dass ich total verschleimt bin. Komisch, dass ich davon nichts merke. Für mich fühlt es sich eher knochentrocken an.

Auf jeden Fall ist die Idee des Arztes, mit einer Laserbehandlung irgendetwas in der Nase wegzubrennen. Geht angeblich ganz schnell und tut überhaupt nicht weh. Dann wäre die Nase frei. Ich könnte entspannt durchatmen, besonders in der Nacht. Und müsste nicht mehr durch den Mund atmen (was wohl in der Nacht zu lautem Schnarchen führt – das wiederum findet meine Freundin nicht so gut). Der Hals würde geschont und die Stimme käme langsam zurück.

Soweit so gut. Nur: Ich möchte nichts in der Nase wegbrennen lassen. Womit ich endlich beim Thema bin.

Ich habe schon öfters gelesen, dass bei solchen und ähnlichen Problemen eine Nasendusche wahre Wunder wirken soll. Oder wie Jens Lubbadeh kürzlich im Stern in knappen Worten geschrieben hat: „HNO-Experten jedenfalls empfehlen die Nasendusche. Im Winter spült sie fiese Viren weg, im Sommer böse Pollen“.

Das werde ich jetzt auch mal ausprobieren. Aber nur, weil es nicht mehr anders geht. Die Vorstellung mir mit der Nasendusche Salzwasser durch die Nase laufen zu lassen ist nämlich schrecklich. Ich muss dabei immer an den Sprung vom 5-Meter-Turm denken, bei dem ich vergessen hatte, die Nase zuzuhalten oder auszuatmen. Das Wasser war hinterher wirklich überall. Gefühlt bis im Hirn oder den Stirnhöhlen. Und überhaupt: Läuft das Wasser nicht vielleicht anstatt durch die Nase irgendwie den Rachen runter?

Gekauft habe ich mir das merkwürdige Plastikding schon. Heute Abend lege ich los. Derweil werde ich mich noch etwas ausführlicher mit der Theorie beschäftigen. Das Ergebnis findet Ihr in einem der kommenden Artikel.

Und selbstverständlich werde ich in ein oder zwei Wochen auch über die Wirkung berichten. Zumindest, wenn ich lange genug durchhalte.

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